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  • Daniel E. Bubendorf

Warum Lagerhaltung kein Hexenwerk ist und Bestände weder gut noch schlecht sind

Es zeigt sich, dass aufgrund der politischen Maßnahmen die Lagerkapazitäten vieler Unter-nehmen hochgefahren wurden, weil die aktuelle Nachfrage in Folge der Corona-Krise deutlich gestiegen war.

Als Endverbraucher sind wir es gewohnt, jede Ware zu jedem Zeitpunkt erhalten zu können. Wenn Ware nicht verfügbar ist, so ist das eine Folge einer erhöhten Nachfrage.


Die enorme Kauflust von Haushalten nach bestimmten Artikeln gerade zu Beginn des Lock-downs wegen Covid-19 hat dazu geführt, dass Unternehmen entweder die eigenen Lager-kapazitäten hochfahren mussten oder ihre Produktion so organisieren, dass der Bedarf der Endverbraucher zu (nahezu) jedem Zeitpunkt bedient werden konnte.

Dabei hat jegliche Form von Beständen eine dirkete Auswirkung auf die Flexibilität eines Unternehmens. Die Vorstellungen einzelner Unternehmen sind oft sehr stark abweichend bezüglich dem, was Lagerhaltung ausmacht und heisst:

Zum einen gibt es diejenigen, die meinen, Bestände seien etwas Fürchterliches. Zumeist handelt es sich um Unternehmen, für die es ausschliesslich darum geht, das NOWC (Net Operating Working Capital) in den Griff bekommen zu wollen. Diese Unternehmen meinen, man müsse Bestände unbedingt vermeiden. Sich mit dem NOWC zu beschäftigen, bedeutet doch gerade, Bestände zu verringern. Dies macht allerdings nur Sinn für jene Bestände, welche nicht für die wirkliche Fortführung des Betriebes benötigt werden. Bei jenen Beständen, die benötigt werden, ist es hingegen sinnvoll, Massnahmen über eine kontinuierliche Belieferung durch den Lieferanten (KANBAN-Prinzipt) zu entwickeln, wobei die Kontinuität den Erfordernissen des Betriebs-alltages auszurichten sind.

Gerade in den Zeiten des frühen Lockdowns während der COVID-19-Krise wurden oft Waren gelagert, die zwar für sich sinnvoll, nicht aber in diesen Mengen sinnvoll waren. Man möge hier nur an die Hamsterkäufe denken.

Zum anderen fragen sich Andere nach dem eigentlichen Sinn von Beständen. Wozu hat man diese überhaupt?

Bestände sind all diejenigen Güter), die dazu bestimmt sind, zum Durchsatz für ein Unternehmen zu werden – und eben nicht dafür, um in der Bilanz zu sehen, wie unvorstellbar reich man an Umlaufvermögen ist.

Neben denen, die Bestände verabscheuen, gibt es jene, die Bestände für etwas ausser-ordentlich Gutes halten. Meist handelt es sich dabei um Geschädigte aus einer Mangel-wirtschaft. Diejenigen, die nichts fortwerfen können, werden bald diejenigen sein, die nichts mehr schnell finden. Diejenigen, die einfach nur produzieren, um das eigene Unternehmen möglichst gut auszulasten, ohne dabei die Nachfrage zu berücksichtigen, werden Bestände auch als ein großes Plus ansehen. Allerdings wird damit Arbeitszeit für den Umgang mit Beständen verwendet, die eigentlich für produktive Tätigkeiten genutzt werden sollte.

Die Krise hat manches Unternehmen aber auch das Fürchten gelehrt: Brauereien, die im Hinblick auf anstehende Großveranstaltungen Bier im Voraus gebraut haben und es nun wegschütten oder verschenken müssen, volle Lager z.B. mit Holz, das heute in riesigen Mengen zur Verfügung steht, weil Leistungs-, Bewirtschaftungs- und Lieferketten nicht kontinuierlich gepflegt wurden.


Daraus erkennt man, dass Bestände weder schlecht noch gut, sondern wohl bedacht notwendig sind und dass eine enge Verknüpfung mit wertvoller Arbeitszeit, Platz, Geld, Administration und vor allem Methoden besteht, wie Lagerhaltung sinnvoll betrieben werden kann, ohne gleich riesige Beträge für eine IT auszugeben und dass die besten Bestände diejenigen sind, die in einem kontinuierlichen Fluss sind.

Die Erfahrungen der Externen von The Supply Chain Experts GmbH

Die Experten von The Supply Chain Experts GmbH verfügen über weitreichende Erfahrung in vielen verschiedenen Projekten, Unternehmen Bereichen und Branchen. Die von unseren Externen eingebrachte Erfahrung und Fachkompetenz hat einen hohen Stellenwert und lässt sich unmittelbar praktisch umsetzen. Vorherige Projekte, deren Themenschwerpunkte und - ebenso wichtig - vorherige Erfolge haben ihnen ein umfassendes Wissen vermittelt. Die dauerhafte Bereitstellung derartiger Erfahrungen und Fachkenntnisse innerhalb eines Unternehmens würde erhebliche finanzielle und zeitliche Investitionen sowie einen grösseren Mitarbeiterstamm erfordern und kann von vielen Unternehmen nicht geleistet werden. Autor: Markus Weck - Bonetti, Mitglied Fach- und Sachexperten-Pool von The Shupply Chain Experts GmbH

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